Dieser Krieg ist noch nicht entschieden



Im russisch-ukrainischen Krieg kommt es darauf an, welche Seite besser Ressourcen mobilisiert. Die Ukraine muss besonders kreativ sein.

Wie oft hat man die Ukraine im Krieg schon am Rande des Abgrunds gesehen? Besonders in den vergangenen Monaten. Spätestens seit dem Jahreswechsel schien sie an der Front immer mehr unter Druck. Dann kam die Kursk-Offensive. Plötzlich gab es Hoffnung, dass die Ukraine Russland vielleicht doch besiegen kann. Doch schon bald stockte der Vorstoß in Kursk, dafür rückten die Russen an der Ostfront vor. Steht die Ukraine erneut am Abgrund?

Von außen betrachtet wirkt jede Schlacht schnell wie eine Schicksalsschlacht. Medial wird diese Erwartung befeuert, denn Ereignisse stehen im Vordergrund und nicht Entwicklungen.

Das Hoffen auf ein baldiges Ende dieses Krieges wird genährt von der Sehnsucht nach Frieden. Auch in der Ukraine sehnt man sich danach. Doch ebenso groß ist die Sehnsucht nach Sicherheit. Das ist ein Dilemma: Die Ukrainer sagen zu Recht, dass mit dem Aggressor Putin ein dauerhafter, gerechter Friedensschluss nicht möglich ist. Dieser Aspekt wird hierzulande gern unter den Teppich gekehrt. Hier dominiert die Erwartungshaltung, dass die Ukraine den Krieg ohnehin verlieren wird. Daher solle sie sich besser früher als später bescheiden und ihren Süden und Osten abtreten. Beides reklamiert Wladimir Putin für sich. Doch das wäre ein Ende des Krieges unter falschen Prämissen. Wenn es um das Kriegsende geht, muss die Sicherheit der Ukraine die oberste Priorität sein, wie immer ein Pakt im Detail auch aussehen mag.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:



Source link

Post a Comment

أحدث أقدم